
Gaisalmsteig & Mariensteig am Achensee
Uferwanderung am Achensee: 9 km über Mariensteig und Gaisalmsteig mit Drahtseilpassagen, Einkehr in der Gaisalm und Rückfahrt per Schiff. Trittsicherheit nötig.
- Kategorie
- Wandern
- Schwierigkeit
- Mittel
- Distanz
- 9 km
- Dauer
- 2 Std 30 Min
- Saison
- sommer
Die Uferwanderung am Achensee über Gaisalmsteig und Mariensteig verspricht ein grandioses Panorama direkt am Ufer. Als Highlight wartet auf halber Strecke die Einkehr in der Gaisalm. Wer mag, kann sich im Sommer immer mal wieder im See abkühlen. Also Badesachen einpacken.
Vorab: Die Tour gilt trotz der geringen Höhenmeter als mittelschwere Wanderung, da sie streckenweise anspruchsvoll ist. Es gibt schmale, drahtseilgesicherte Stellen, an denen es seitlich 20 bis 30 Meter runtergehen kann. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind also wichtig – es ist kein einfacher Spazierweg. Im Winter ist der Weg deshalb auch gesperrt.
Vom Wanderparkplatz auf den Mariensteig
Los geht's am Wanderparkplatz Achenkirch. Schon nach kurzer Zeit zweigt der Weg links auf den schmalen Mariensteig ab. Dieser erste Abschnitt bis zur Gaisalm ist der anspruchsvollste: rund 80 Höhenmeter auf und ab, Felstreppen, Baumwurzeln und einige drahtseilgesicherte Engstellen. Tanja hat Höhenangst – für sie war der Weg breit genug und kein Problem. Der Blick auf den Achensee mit seinen umliegenden Gebirgen ist einfach atemberaubend. Kurz vor dem Gasthaus wird es nochmal anstrengend: gefühlt hunderte Stufen muss man rauf und runter. Auf diesem Abschnitt war einiges los, an den Engstellen kann es zu Stau kommen. Für den Abschnitt braucht man rund 55 Minuten.
Gasthaus Gaisalm: Einkehr direkt am See
Das Gasthaus Gaisalm ist gleichzeitig Haltepunkt der Achenseeschifffahrt – deshalb kommen viele Leute nur zum Einkehren oder für eine Teilstrecke hierher. Das Gasthaus ist riesig: große Sonnenterrasse, ein Selbstbedienungs-Biergarten und Liegestühle in der Wiese. Wir haben hier etwas getrunken und die Aussicht auf den See genossen. Etwas abseits der Terrasse war der Trubel nicht so spürbar.
Über den Gaisalmsteig nach Pertisau
Der Abschnitt von der Gaisalm nach Pertisau ist stärker frequentiert, aber die Wege sind – bis auf kurze Ausnahmen – deutlich einfacher als auf dem Mariensteig. Wir liefen auf breiten Wegen durch den Wald und über Steinfelder. Ein kurzer Abschnitt hat wieder schmale, drahtseilgesicherte Stellen. Den letzten Kilometer nach Pertisau geht es auf einem teils geteerten Spazierweg entlang des Sees; hier sind auch Familien und Spaziergänger mit Kinderwagen unterwegs. In Pertisau angekommen gibt es viele Einkehrmöglichkeiten in allen Preisklassen.
Rückfahrt mit dem Schiff
Zurück geht es am besten mit dem Achenseeschiff von Pertisau nach Scholastika (Achenkirch). Die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde und bietet noch einmal den Blick vom Wasser auf die Berge.
- Ausrüstung
- Festes Schuhwerk mit gutem Profil; bei Nässe sind Wege rutschig. Im Sommer Badesachen für eine Abkühlung im See.
- Beste Jahreszeit
- Frühjahr bis Herbst (Mai–Oktober), bei schnee- und eisfreien Verhältnissen.
- Barrierefreiheit
- Nicht für Kinderwagen geeignet. Für Wanderer mit Höhenangst: stellenweise ausgesetzte Stellen, aber immer mit Drahtseil zum Festhalten. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.
- Anreise & Logistik
- Startpunkt: Wanderparkplatz Achenkirch. Falls voll, gibt es am großen Campingplatz ausreichend Parkplätze. Rückfahrt mit dem Schiff: Schiffe fahren am Wochenende ca. im Stundentakt, unter der Woche ungefähr alle 2 Stunden. Ticket Pertisau–Scholastika kostet 16 Euro pro Person, erhältlich am Schalter oder online. Man kann alle Spazier-/Wanderwege um den See mit einer Schiffstour kombinieren.
Geeignet für: Trittsichere Wanderer, Schwindelfreie
Zu beachten: Anspruchsvolle, drahtseilgesicherte Passagen mit seitlich 20-30 m Abgründen – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig, Bei Nässe, Schnee oder Eis erhöhte Rutschgefahr – nicht bei schlechtem Wetter begehen.