
Hirschhörnlkopf-Rundtour ab Jachenau
Winterliche Rundtour in der Jachenau: über Pfundalm und Kotalm auf den Hirschhörnlkopf – 13 km, 750 Hm, mit Walchenseeblick.
- Kategorie
- Wandern
- Schwierigkeit
- Mittel
- Distanz
- 11.5 km
- Dauer
- 5 Std
Was macht man, wenn man nach einem ausgiebigen Festtagsessen wieder raus will? Genau – ab in den Schnee. Wir sind an einem kalten Wintermorgen früh in der Jachenau gestartet, als die Forstwege noch ruhig waren.
Aufstieg über den Forstweg
Der Anfang ist sehr moderat und führt erst einmal ohne nennenswerte Höhenmeter an den Berg heran. Der Weg ist gut beschildert, wir folgen gemütlich dem Forstweg. Nach einiger Zeit beginnt die Steigung, und wir kommen ordentlich ins Schwitzen. Im Internet ist die Tour als „leicht" beschrieben und blau markiert – nach dem Festtagsbraten fühlt sich der Anstieg allerdings deutlich knackiger an.
Nach etwa 2,5 Kilometern verlassen wir die Forststraße und wechseln auf den Steig. Ordentliche 45 Prozent Steigung und Neuschnee kosten Kraft, aber die verschneite Landschaft entschädigt. Wer im Winter unterwegs ist, sollte Grödel oder Schneeschuhe dabeihaben; je nach Verhältnissen ist der Steig rutschig.
Hat man den Steig mit rund 400 Höhenmetern hinter sich, erreicht man den Bergrücken. Hier wird es wieder moderat, die unbewirtschaftete Pfundalm liegt direkt am Weg. Danach folgt noch ein kurzer Gipfelanstieg, und man steht am Hirschhörnlkopf.
Gipfel Hirschhörnlkopf
Wir würden jetzt gerne über den wunderbaren Blick auf Walchensee und Starnberger See schwärmen – bei uns war es oben jedoch komplett zugezogen. Immer wieder ließ sich der Walchensee zumindest kurz erahnen. Dafür war es oben ordentlich frostig, also haben wir uns bald wieder auf den Rückweg gemacht. An klaren Tagen reicht die Aussicht vom Walchensee bis weit ins Vorland.
Abstieg über die Kotalm
Wir entscheiden uns für die längere Runde über die Kotalm. Der Abstieg belohnt mit unberührten Neuschneelandschaften und viel Ruhe. Die Kotalm ist unbewirtschaftet. Danach geht es über Forstwege zurück Richtung Jachenau.
Ursprünglich hatten wir geplant, den Waldweg Richtung Jachenau zu nehmen. Da dort im Winter Wild gefüttert wird, ist der Weg im Winter gesperrt. Wir lassen dem Wild seine Ruhe und bleiben auf dem Forstweg. Nach über 13 Kilometern und knapp 5 Stunden sind wir zurück am inzwischen vollen Parkplatz.
Gut zu wissen
- Kinderwagen: nicht geeignet, da Auf- und Abstieg über Steige führen.
- Mit Kraxe sind die steilen Abschnitte im Aufstieg anstrengend, aber machbar.
- Höhenangst: keine exponierten Stellen, keine Einschränkungen.
- Ausrüstung
- Im Winter Grödel oder Schneeschuhe und Stöcke; feste Schuhe sind Pflicht.
- Beste Jahreszeit
- Ganzjährig; im Winter mit Schnee besonders stimmungsvoll, im Frühjahr dank Südlage oft früh begehbar.
- Barrierefreiheit
- Nicht kinderwagentauglich. Mit Kraxe machbar, aber steile Abschnitte sind konditionell anstrengend. Keine exponierten Stellen.
- Anreise & Logistik
- Start am Wanderparkplatz in Jachenau (beim Schützenhaus, gebührenpflichtig). Die Runde ist gut beschildert; im Winter lohnt ein früher Start, der Parkplatz füllt sich.
Geeignet für: Anfänger mit Kondition, Familien mit Kraxe
Zu beachten: Der steile Steigabschnitt (ca. 45 %) ist bei Schnee rutschig – Grödel oder Schneeschuhe einpacken., Im Winter ist der Waldweg Richtung Jachenau wegen Wildfütterung gesperrt – auf dem Forstweg bleiben., Im Winter Lawinenlage checken; die Tour ist nicht immer gespurt.